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Maschinenverkleidungs-System

20.03.2013 — Beiträge

Maschinenverkleidungs-System

Individuelle Lösungen mit bewährtem System: Interviews mit Hr. Kittler (IDUKK) und Hr. Lengauer (GF. Schinko)

Neben unmittelbar angepassten Maschinenverkleidungen wurde von Schinko in Zusammenarbeit mit IDUKK Industriedesign ein innovatives System für Maschineneinhausungen entwickelt

 

Interview mit Reinhard Kittler, IDUKK Industriedesign

Worauf kommt es beim Design von Maschinenverkleidungen an?
Man muss grundsätzlich zwischen Verkleidungen und Einhausungen unterscheiden: Bei Verkleidungen geht es um eine unmittelbare Anpassung an die Maschine, die ist immer ganz spezifisch zu lösen, hier kann man kein Grundprinzip definieren.

Während Verkleidungsteile direkt an die Maschine angepasst werden, steht die Einhausung am Boden. Hier handelt es sich bei der Maschine um eine Art Grundgerüst, das aus Sicherheitsgründen eingefasst wird. In der Praxis überschneiden sich jedoch diese Anforderungen je nach Art, Größe und Gegenstand der Fertigungsanlage, die Grenzen verschwimmen. Dazu kommen noch als besonderes Thema die Steuerpulte.

 

Was war die wesentliche Herausforderung bei der Entwicklung von Maschinen-Einhausungen in der Zusammenarbeit mit Schinko?
Es ging nicht darum, eine Schinko-typische Verkleidung zu designen, sondern ein nachhaltiges Gesamtsystem zu schaffen, welches kundenspezifische Produktlösungen zulässt. So sind markenindividuelle Einhausungen möglich, die auf bewährten Systemelementen beruhen und eine gesicherte Funktionalität aufweisen. Dieses Aufbauprinzip ist sehr leicht adaptierbar und lässt in Farb- und Formgebung viele Möglichkeiten offen. Alle Einhausungen verfügen über ein Fensterband in Bedienhöhe. Für jede Lösung ist eine farbliche Differenzierung möglich, die Ecken können kantig oder rund ausgeführt werden, es können weitere Fenster oder Türen eingesetzt werden. Das System ist so aufgebaut, dass die einzelnen Elemente auch hinsichtlich der Materialien differenziert werden können, z.B. bei Sichtschutz für eine Schweißzelle. Es können Bedienfelder angeordnet werden, das durchgängige Erscheinungsbild bleibt gleich, alle Elemente sind flächenbündig in das System integriert.

 

Was ist der Vorteil für die Kunden von Schinko?
Er bekommt eine individuelle Lösung mit bewährten System­komponenten, die trotzdem maßgeschneidert ist – zu einem Preis und in einer Entwicklungszeit, die sonst nicht zu erzielen wäre.

 

Wie wurden die Steuerpulte entwickelt?
Gemeinsam mit Schinko wurde eine Analyse von Bediengehäusen durchgeführt. Die meisten Bediengehäuse hinkten gestalterisch hinter den Maschinen her, es wurde teilweise auf bestehende Fertiggehäuse zurückgegriffen, die überhaupt nicht mit den Maschinen harmonierten. Ein Problem war die aus der dahinterliegenden Technik resultierende große Bautiefe, welche die Steuerteile insgesamt plump erscheinen ließ.

Basis oder Grundkörper für die Schinko-Bediengehäuse sind aus technischer Sicht Schaltschränke mit definierter Schutzart, die beplankt werden. Dabei wurden eine schlanke, gestalterisch betonte Front und dahinter ein optisch zurückgenommener Raum für die vielfältigen Einbauten geschaffen. Die (austauschbaren) Seitenteile bilden eine eigenständige, kundenspezifische Kontur. In die Fronthaut können unterschiedlichste Elemente wie Glasflächen, Bildschirme, Taster, Tastaturen, Maus-Pads etc. flächenbündig integriert werden, was ein sehr aufgeräumtes, präzises Erscheinungsbild ergibt.

Web. WWW.IDUKK.AT

 

Interview mit Gerhard Lengauer, GF der Schinko GmbH

Worin besteht die technische Herausforderung bei Maschinen­ver­kleidungen?
Die vielfältigen Funktionalitäten von Maschinen stellen für Schinko immer wieder eine neue Herausforderung dar. Es geht darum, die mit der Bedienung der Maschine betrauten Mitarbeiter vor Verletzungen zu schützen, ihnen dabei auch die täglichen Arbeitsprozesse zu erleichtern und folgenschweren Bedienfehlern vorzubeugen. Die Maschine und ihre Verkleidung muss leicht und schnell zu montieren und jederzeit zugänglich für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sein. Damit gelingt es, einen Beitrag zu mehr Ergonomie zu leisten.

Wie flexibel können diese Verkleidungen gefertigt werden?
Hinsichtlich Art und Größe der Maschine sind kaum Grenzen gesetzt: Werkzeugmaschinen, Hochdruckpumpen, Produktionsmaschinen oder Industrieöfen werden gleichermaßen in allen individuellen Details im intensiven Dialog mit unseren Kunden geplant. Auch bei den eingesetzten Materialien ist eine große Bandbreite möglich: Je nach technischen und ästhetischen Erfordernissen sind Kombinationen aus allen gängigen Werkstoffen, von Alu, Holz, Kunststoff, Stahl oder Niro möglich.

Was sind die Kundenvorteile der Maschinen­ver­kleidungen von Schinko?
Aus Kundensicht ergeben sich eine ganze Reihe entscheidender Aspekte: Wir sind imstande, zu besten Konditionen individuelle Designanforderungen konstruktiv umzusetzen und sehr einfach Funktionen und Teilkomponenten – z.B. Displays, Steuerelemente oder Schiebetüren zu integrieren. Um schneller zu fertigen und zu liefern, werden die Verkleidungen modularisiert zusammengebaut und nach taggenauer Lieferung sehr rasch endmontiert. Aufgrund der ergonomischen Vorzüge sorgt die Maschine im Betrieb für eine dauerhafte Kostensenkung – für Wiederverkäufer ergibt sich aus diesen Nutzenaspekten für ihre Maschinenlösungen ein klarer Konkurrenzvorteil.

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